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Was ist "Tantramassage"?
Eine "Tantramassage" gibt es gar nicht! Ein provokanter Anfang. Denn Tantra, eine altindische Philosophie, stützt sich auf schriftliche Quellen. Und in diesen Quellen gibt es keine Tantramassage. Tantra ist nicht in Form einer Massage beschrieben, geschweige denn mit spezifischen Massagetechniken belegt... wie man sich das vielleicht vorstellen möchte. Und doch gibt es sie?
Tantramassage für mich... ist wie ein Tanz zu einer inneren Musik, zu den Schwingungen zwischen dem Empfangenden und der Gebenden, und zu den Schwingungen zwischen Individuum und Kosmos, wenn sich diese Kanäle öffnen. Ein "göttliches" Gefühl, ich tanze mit meinen Händen und mit meinem Körper zu dieser Musik in den höchsten und den tiefsten Tönen!
Wenn am Anfang die Öffnung vom Herzchakra aus geschieht (dieses steht für Vertrauen und Hingabe) dann entfalten sich mehr Schwingungen - der Tanz wird intensiver. Der Tanz ist jedoch ein gerichteter, kein gänzlich improvisierter und folgt ebenso Energiekanälen und Energiezentren im menschlichen - männlichen Körper wie er frei fließt.
Es gibt eine scheinbar "passive" (der Mann) und "aktive" Rolle - aber nur scheinbar. Denn beide sollten äußerst aktiv sein in dem Verlangen und dem Bewusstsein nach maximaler Hingabe - sowohl derjenige, der massiert wird, als auch diejenige, die massiert! Verpasst einer von beiden diese Aufgabe, so wird die Energie für beide weniger intensiv, die Schwingungen können sich nicht entfalten. Steigt die Erregung für den Mann, so ist er versucht, wieder die aktive Rolle anzunehmen, mich zu berühren, mehr zu wollen... die Fähigkeit nicht darauf zu reagieren und trotzdem ruhig liegenzubleiben steigert zum einen die momentane sexuelle Energie und steigert auch unsere Fähigkeit im Alltag weniger gereizt und ruhiger mit angespannten Situationen umzugehen! Nicht immer alles zu wollen bringt uns oft schneller ans Ziel - oder wir erkennen den Weg als Ziel. So ist auch der eigentliche Höhepunkt bei einer Tantramassage keineswegs das Ziel, auch nichts was unbedingt stattfinden müsste... aber durchaus darf.
Jeder entscheidet selbst wie er den Weg geht, wie er die angebotene Massage nutzt. Als reine Luststeigerung? Als Reservoir, als Entdeckung neuer Lebensenergie? Gar als Philosophie?
Für mich ist diese besondere Art der Berührung, der Hingabe (auch als Gebende!) wie auch immer wir sie nennen mögen, etwas, das ich unendlich genieße, und das ich nie in meinem Leben missen möchte. Und ich verbinde damit ebenso ein tiefergehendes Wissen und eine Erkenntnis, die sich jedoch in großem Maße von dem unterscheidet, was man hier in Europa landläufig unter "Tantra" versteht... und was sich ebenso schlecht mit Worten beschreiben liese, wie eine Himalaya-Trekking-Tour. Wir müssen und dürfen sie selbst beschreiten und durchleben!
Eure
Mirabelle
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